Schaumwein, Sekt und Champagner – wo liegt der Unterschied?

Schaumwein, Sekt und Champagner – wo liegt der Unterschied?
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Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und das neue Jahr wollen viele mit einem guten Tropfen Schaumwein, Sekt und Champagner begrüßen. Aber wie unterscheiden sich Schaumwein, Sekt und Champagner? Wenn man sie ins Glas eingießt, dann haben sie die kleinen Bläschen aus Kohlensäure und das angenehme Prickeln auf der Zunge gemeinsam, das ist aber dann auch schon alles, was diese drei Getränke gemeinsam haben. Was den Alkoholgehalt, die Trauben und nicht zuletzt auch den Preis angeht, gibt es große Unterschiede.

Perlweine und Sekt

Wenn man Schaumwein, Sekt und Champagner grob unterscheiden möchte, dann muss man zunächst einmal den Unterschied zwischen Perlweinen und Sekt nennen. Ein typischer Vertreter der Perlweine ist der italienische Prosecco. Der Prosecco hat einen Druck von 2,5 Bar und dieser Druck wird künstlich erzeugt, im Gegensatz zum Cava aus Spanien oder dem Champagner aus Frankreich, die einen Druck von 3,5 bis sechs Bar haben und dieser Druck entsteht nur durch einen ganz speziellen Gärungsvorgang. Auch der Champagner ist ein Sekt, der seinen Namen aber nur dann tragen darf, wenn die Trauben in der Champagne angebaut und der Sekt dort auch hergestellt wurde. Um sich Champagner nennen zu dürfen, muss der Sekt aus weißen Chardonnay-Trauben oder aus roten Pinot Noir Trauben gekeltert werden.

Schaumwein, Sekt und Champagner – die Unterschiede bei der Herstellung

Ein weiterer Unterschied zwischen Schaumwein, Sekt und Champagner liegt in der Herstellung. Während der Schaumwein in einem großen Bottich hergestellt wird, muss der Champagner in der Flasche reifen. Wenn der Schaumwein im Bottich oder Tank gereift ist, dann werden dem Getränk Hefe und Zucker zugefügt, denn nur wenn die Hefe den Zucker umwandelt, dann kommt auch Kohlensäure zustande. Schaumwein wird mit der Maschine abgefüllt und dann noch einmal mit Kohlensäure versetzt. Hochwertiger Sekt und Champagner werden zuerst in eine Flasche gefüllt und dann kommen Zucker und Hefe dazu, die nach dem Reifeprozess wieder entfernt werden.

Das Geheimnis sind die Perlen

Schaumwein, Sekt und Champagner lassen sich auch an ihren Perlen unterscheiden, denn hier zeigt sich, warum der Champagner der Rolls Royce unter den Sekten ist. Die Perlen des Champagners sind so fein, weil sich die Kohlensäure während des Reifeprozesses in der Flasche bildet. Bis zu 9000 Bläschen bilden sich in nur 45 Minuten, wenn der Champagner in ein Glas gefüllt wurde. Zwar perlen Sekt und Schaumwein auch, aber nicht länger als wenige Minuten, wenn sie im Glas sind. Wer sich also nicht sicher ist, ob sich im Glas Sekt, Schaumwein oder edler Champagner befindet, der sollte auf die Bläschen achten und wie langt das Getränk im Glas perlt.

Warum ist Champagner so teuer?

Ein wirklich guter Champagner kann ein kleines Vermögen kosten, aber der Preis ist gerechtfertigt, denn die Art der Herstellung ist aufwendig, sie dauert sehr lange und vieles muss von Hand gemacht werden. Das gilt zum Beispiel auch für das Rütteln der Flaschen, die während der Reifezeit in regelmäßigen Abständen von Hand gerüttelt werden müssen. Die Herstellung von Schaumwein und Sekt passiert überwiegend maschinell und da auf diese Weise deutlich mehr Flaschen produziert werden können, sind Sekt und Schaumwein günstiger. Wer abnehmen will, der sollte zum Champagner greifen, denn im Vergleich zu Sekt und Schaumwein hat das edle Getränk aus Frankreich relativ wenig Kalorien. In einem halbtrockenen Schaumwein sind ca. 50 Gramm Zucker enthalten, was einer Menge von 16 Stück Würfelzucker entspricht. Handelt es sich um einen trockenen Sekt, dann sind nur 35 Gramm Zucker erlaubt, bei einer extra-trockenen Sorte sogar nur maximal 20 Gramm. Wer sich zum Feiern und Anstoßen für einen „Brut“ Champagner entscheidet, der darf auch noch ein zweites Gläschen trinken, denn hier sind nur 15 Gramm Zucker erlaubt.

Bild: © Depositphotos.com / KKulikov

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Über den Autor

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.