Welche Rapsöle können überzeugen und welche eher nicht?

Welche Rapsöle können überzeugen und welche eher nicht?

Rapsöl ist ein sehr gesundes Öl, was sich einer immer größeren Beliebtheit erfreut. Ein Grund mehr für die Stiftung Warentest, sich die Öle einmal etwas genauer anzusehen. Die gute Nachricht ist: Die meisten Rapsöle haben den Test mit guten Noten bestanden und der Preis allein sagt überhaupt nichts über die Qualität des Öls aus. Die schlechte Nachricht ist hingegen, dass zwei Öle die Tests nicht bestanden haben und Note „mangelhaft“ bekamen.

Die meisten Öle konnten überzeugen

Speiseöle haben keinen allzu guten Ruf, das Rapsöl stellt jedoch eine Ausnahme dar. Es bietet die optimale Mischung an Fettsäuren und ist damit noch gesünder als Sonnenblumen- oder Olivenöl. 13 Öle hat die Stiftung Warentest untersucht, die beste Ergebnisse erzielten die preiswerten, kalt gepressten Öle in einer Preisspanne zwischen 2,98 und 3,70 Euro. Gute Noten bekamen die Rapsöle von Edeka, Aldi Nord, Lidl und dm. Zufrieden zeigte sich die Stiftung Warentest auch bei den teuren Bio-Ölen. So kostet das am besten benotete Öl von „Rapso“ 4,05 Euro. Mit „gut“ bewertete die Stiftung Warentest auch „Bio Planéte“ (acht Euro) sowie das Bio-Rapsöl von dm, das für 3,70 Euro zu haben ist. Die Preisspanne bei den Ölen, die ein „gut“ bekamen, reicht von günstigen 0,99 Euro bis zum Luxusöl für stolze 16,- Euro.

Eine verlässliche Qualität

Alle raffinierten Rapsöle, die einen neutralen Geschmack haben, bieten eine gute und zuverlässige Qualität, sagt die Stiftung Warentest. Jedoch gab es auch Punktabzüge, beispielsweise, weil bei jedem zweiten Öl der Zusatz „raffiniert“ fehlt. Vorschrift ist dieser Zusatz nicht, aber er ist wünschenswert. So erkennen die Verbraucher, dass es sich um ein gutes Rapsöl handelt. Äußerlich lässt sich das jedoch gut erkennen, denn die raffinierten Öle haben eine deutlich hellere Farbe. Größere Unterschiede gibt es bei den kalt gepressten Ölen, die mit ihrer dunklen Farbe an Bernstein erinnern. Sie sollten einen angenehm nussigen Geschmack haben, was aber nicht bei allen getesteten Ölen der Fall war. Fünf von zehn Ölen hatten eine eher holzige und strohige Note. Völlig inakzeptabel fand die Stiftung Warentest zwei Öle, die durch einen modrigen Geruch und Geschmack unangenehm aufgefallen sind. In der Konsequenz vergab die Stiftung auch zweimal die Note „mangelhaft“.

Warum kalt gepresste Öle besser sind

Bei kalt gepressten Rapsölen fügen die Hersteller keine Wärme hinzu. Diese Öle sind in der Regel teurer, da beim Auspressen weniger Öl übrig bleibt. Wenn es aber um das Anmachen von feinen Salaten, das Verfeinern von warmen Speisen oder um eine delikate Zutat zu Rohkostgerichten geht, sollte es nach Möglichkeit kalt gepresstes Rapsöl sein.

Fazit

Immer mehr Menschen schätzen qualitativ hochwertige Speiseöle, die eine gute Bio-Bilanz haben. Rapsöl ist ein Öl, das sich auch bei der Bio-Qualität sehen lassen kann. Die Öle stammen vielfach aus heimischer Produktion und erfreulich ist, dass so viele der getesteten Rapsöle so gut abgeschnitten haben. Von 13 Ölen, die bei der Stiftung Warentest auf dem Prüfstand waren, schnitten nur zwei mit einer schlechten Note ab. Die restlich elf Öle bekamen eine gute Note, aber keines der Öle konnte ein „sehr gut“ erreichen.

Bild: @ depositphotos.com / Boarding2Now

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.
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