Ein künstlicher Weihnachtsbaum zum Fest wird in deutschen Wohnzimmern immer beliebter, die Gründe dafür sind vielschichtig. Der Baum aus Kunststoff nadelt nicht, er ist perfekt gewachsen, pflegeleicht, hat immer die richtige Größe und hält mehr als nur ein Weihnachtsfest durch. Bis zu zehn Jahre kann man einen solchen Baum verwenden, und ist das Fest vorbei, dann wird er abgeschmückt und wandert wieder für zwölf Monate auf den Speicher oder in den Keller. Allerdings gibt es ein Argument, das gegen die Alternative zum echten Tannenbaum spricht.
Der Weihnachtsbaum aus dem Baumarkt
Zugegeben, es klingt schon etwas seltsam, den Weihnachtsbaum im Baumarkt zu kaufen, aber dort gibt es in der Regel eine große Auswahl. Das Angebot reicht vom anderthalb Meter großen Standardbaum ohne die passende Beleuchtung, der schon für unter 100 Euro angeboten wird, bis hin zur Luxusvariante aus edlem Polyethylen mit zwei Metern Größe und integrierter Beleuchtung. Vorbei ist die Zeit der billig aussehenden Ersatzbäume aus PVC, denen man schon von Weitem ansehen konnte, dass sie nicht echt sind. Überzeugen kann ein künstlicher Weihnachtsbaum, der im Spritzgussverfahren hergestellt wurde, sogar in der Ökobilanz, zudem ist es ein Baum weniger, der nicht abgeholzt werden musste.
Künstlicher Weihnachtsbaum – was spricht dagegen?
Alle, für die Weihnachten eine echte Tradition darstellt, werden kaum auf einen echten Baum verzichten wollen. Weihnachten ist auch das Fest der Düfte und dazu gehört auch der Duft von frischem Tannengrün. Den Baum auszusuchen, ihn dann zu Hause aufzustellen und zu schmücken, gehört bei vielen Familien einfach zum Fest. Vielfach wird die Tanne sogar noch selbst geschlagen. Anders als der künstliche Baum stammt der echte Baum aus der Region und muss nicht aus China importiert werden. Es gibt keine langen Transportwege, was natürlich klimafreundlicher ist.
Besser für die Umwelt
Echte Tannen und Fichten stehen nicht selten zehn Jahre, bis sie zu Weihnachtsbäumen werden. In dieser Zeit bindet der Baum pro Hektar bis zu 145 Tonnen Kohlendioxid, was aus ökologischer Sicht sehr wichtig für die Umwelt ist. Der künstliche Baum endet eines schönen Tages als Plastikmüll in der Tonne, der echte Tannenbaum ist kompostierbar und wird zu Humus, entweder im heimischen Garten oder im Kompostwerk. Wichtig ist es jedoch, auf ein entsprechendes Bio-Siegel zu schauen, denn Bäume mit diesem Siegel stammen aus der ökologischen Waldwirtschaft. Der Käufer kann sicher sein, dass sein Baum ohne Pestizide oder Düngemittel gewachsen ist.
Fazit
Künstlich oder doch lieber echt? Viele Familien stehen jedes Jahr vor dieser Frage, wenn es um den Weihnachtsbaum geht. Es gibt viele Argumente, die für den einen wie für den anderen Baum gelten. Häufig ist es aber der Preis, der den Ausschlag gibt. Während ein Kunstbaum aus Plastik je nach Größe und Ausstattung richtig teuer werden kann, kostet der echte Baum ab 15 Euro. Allein dieses Argument spricht für eine echte Tanne oder Fichte, die gut aussieht, noch besser duftet und wenn sie richtig behandelt wird, kaum nadelt. Wer möchte, kann seinen Weihnachtsbaum nach dem Fest auch in den Garten pflanzen und ihn später mit einer Außenbeleuchtung schmücken.
Bild: @ depositphotos.com / egunes_
Häufige Fragen
Warum sind künstliche Weihnachtsbäume beliebt?
Künstliche Weihnachtsbäume sind pflegeleicht, nadeln nicht und können bis zu zehn Jahre verwendet werden, was sie zu einer praktischen Wahl für viele Familien macht.
Wie lange hält ein künstlicher Weihnachtsbaum?
Ein künstlicher Weihnachtsbaum kann bis zu zehn Jahre halten, wenn er gut gepflegt wird.
Was sind die ökologischen Vorteile eines künstlichen Weihnachtsbaums?
Künstliche Bäume müssen nicht abgeholzt werden und reduzieren somit die Anzahl der gefällten Bäume, was positiv für die Umwelt ist.
Gibt es Nachteile bei künstlichen Weihnachtsbäumen?
Ein Nachteil ist, dass sie aus Kunststoff bestehen und am Ende ihrer Lebensdauer als Plastikmüll enden können.
Wie steht es um die Umweltbilanz echter Weihnachtsbäume?
Echte Tannen und Fichten binden während ihres Wachstums Kohlendioxid und sind kompostierbar, was sie umweltfreundlicher macht.
Was spricht gegen einen echten Weihnachtsbaum?
Echte Bäume bieten den traditionellen Duft von Tannengrün und das Erlebnis des Aussuchens, was für viele Familien wichtig ist.
Wie viel kostet ein künstlicher Weihnachtsbaum?
Die Preise für künstliche Weihnachtsbäume variieren stark, beginnend bei unter 100 Euro bis hin zu Luxusvarianten.
Sind echte Weihnachtsbäume besser für die Umwelt?
Ja, echte Bäume stammen oft aus regionaler Produktion und haben kürzere Transportwege, was klimafreundlicher ist.
Wie kann ich einen echten Weihnachtsbaum nachhaltig nutzen?
Einen echten Baum kann man nach dem Fest im Garten pflanzen oder kompostieren, um ihn umweltfreundlich zu entsorgen.
Was sollte ich beim Kauf eines echten Weihnachtsbaums beachten?
Achten Sie auf ein Bio-Siegel, um sicherzustellen, dass der Baum ohne Pestizide oder Düngemittel gewachsen ist.
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