Spulwürmer bei Kindern – was Eltern beachten sollten

Spulwürmer bei Kindern – was Eltern beachten sollten

Spulwürmer bei Kindern sind keine Seltenheit, vor allem dann nicht, wenn die Kinder viel im Freien spielen. Auch wenn den Eltern die Vorstellung Angst macht, dass ein Parasit im Körper ihres Kindes ist, Spulwürmer bei Kindern machen nur selten Probleme. Die Erkrankung ist nicht bedrohlich, trotzdem sollte sie behandelt werden, da die Behandlung aber nur maximal drei Tage dauert, stellt sie für die Kinder keine Belastung dar. Aber wie erkennen Eltern, dass sich Spulwürmer im Körper ihrer Kinder eingenistet haben und wie werden Spulwürmer bei Kindern eigentlich diagnostiziert?

Spulwürmer bei Kindern – das sind die Symptome

Spulwürmer bei Kindern nisten sich immer im Dünndarm ein, wo sie sich häuslich niederlassen und nicht selten die beachtliche Länge von 40 cm erreichen können. Die Würmer ernähren sich vom Nahrungsbrei, der den Dünndarm passiert, und vielfach bleibt der Wurmbefall unbemerkt, denn es gibt nicht in jedem Fall die typischen Symptome. Wenn ein Kind aber plötzlich rapide an Gewicht verliert und dabei gleichzeitig einen wahren Heißhunger hat, dann kann das ein Symptom für Spulwürmer sein. Auch wenn das Kind auffallend blass ist und trotz ausreichend Schlaf auffallende dunkle Augenringe bekommt, dann deutet das auf Spulwürmer bei Kindern hin. Da vor allem kleine Kinder Schmerzen nicht lokalisieren können, klagen sie häufig über Bauchweh, wenn sich zu den Bauchschmerzen dann noch Übelkeit gesellt, dann kann es sich um die kleinen Parasiten handeln.

Wie kommen Spulwürmer in den Körper?

Kinder, die gerne draußen spielen und toben, laufen immer Gefahr, Spulwürmer zu bekommen. Die Larven der Parasiten lauern vor allem in Gartenerde, aber auch im Sandkasten. Wenn die Kinder Katzen oder Hunde streicheln, die bereits einen Spulwurm haben, dann kann der Schädling auf diese Weise auf den Menschen übergehen. Vor allem kleine Kinder nehmen gerne alles Mögliche in den Mund und es reicht schon aus, ein wenig Sand in den Mund zu bekommen, um sich mit Spulwürmern zu infizieren. Eine weitere Gefahrenquelle stellt ungewaschenes Obst und Gemüse dar. Wenn die Kleinen einen Apfel oder eine Möhre haben möchten, die aus dem Garten kommen, dann sollte das Obst immer sehr gut abgewaschen werden, um Spulwürmer bei Kindern zu vermeiden.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Wenn sich die beschriebenen Symptome zeigen, dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich um Spulwürmer handeln könnte. Die Eltern sollten dann zu einem Kinderarzt gehen, der eine Stuhlprobe entnimmt und diese im Labor gezielt auf Spulwürmer untersuchen lässt. Wenn diese Untersuchung negativ verläuft, dann kann es gut möglich sein, dass das Kind tierische Spulwürmer hat und um das festzustellen, muss Blut abgenommen werden. Bestätigt sich der Verdacht, dann muss das Kind ein Medikament mit den Wirkstoffen Mebendazol oder Albendazol einnehmen und nach spätestens drei Tagen sind die Spulwürmer wieder auf dem Körper verschwunden. Eine klassische Wurmkur, wie sie früher gemacht wurde, ist heute nicht mehr notwendig.

Präventive Maßnahmen

Damit es erst gar nicht zu Spulwürmern bei Kindern kommt, sollten die Eltern auf präventive Maßnahmen achten, die eine Einnistung der Parasiten verhindern. Besonders wichtig ist es auf Hygiene zu achten, das heißt, vor dem Essen und nach dem Gang auf die Toilette müssen die Hände gründlich mit Seife und warmem Wasser gewaschen werden. Außerdem sollten die Eltern unbedingt darauf achten, dass weder Hund noch Katze den Kindern das Gesicht ablecken, wenn das trotzdem geschehen sollte, dann muss das Gesicht mit einer milden Seife und lauwarmem Wasser gründlich abgewischt werden. Wenn die Kinder Obst und Gemüse roh essen wollen, dann muss es vor dem Verzehr gewaschen werden. Wird Obst und Gemüse jedoch gekocht, dann ist die Gefahr gebannt, Spulwürmer zu bekommen, denn die winzigen Würmer und auch ihre Larven können Hitze nicht vertragen und sterben ab.

Bild: © Depositphotos.com / olgaru79

Über den Autor

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.